Taufe

Taufen finden in unseren Kirchen an bestimmten Sonntagen im Monat statt. Klicken Sie für die Terminübersicht auf "Taufsonntage" unter diesem Text. Im Pfarrbüro können Sie sich oder ihr Kind für einen Termin anmelden. Taufen in den Kapellen sind nicht möglich.
 
  
 

Was bedeutet die Taufe?

 
Die Taufe symbolisiert die Aufnahme in die christliche Gemeinschaft. Sie erinnert an die Taufe Jesu im Jordan und drückt aus, dass Gott den Lebensweg mit dem Täufling gehen möchte. Die Taufe ist ein verbindendes Sakrament aller christlichen Konfessionen. Bei einem Wechsel zu einer anderen Konfession ist keine erneute Taufe erforderlich.
 
Die Taufe wird durch das dreimalige Begießen mit Wasser im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes vollzogen. Bei der Taufe eines Kindes übernehmen die Eltern die Verantwortung für die christliche Erziehung, unterstützt von den Paten, die die Gemeinde vertreten und den Eltern bei ihrer Aufgabe zur Seite stehen.
 
Die Taufe ist nicht nur eine persönliche Aufnahme in die Gemeinschaft mit Gott, sondern auch in die weltweite Familie Gottes, die sich über alle Grenzen von Sprache, Nationalität und Rasse erstreckt. Sie stellt Menschen in den Dienst Gottes und beauftragt sie als Mitarbeiter an seiner Schöpfung, was dem ursprünglichen Sinn des Wortes "heilig" entspricht: von Gott für eine Aufgabe auserwählt.
 

Wofür gibt es das Taufpatenamt?

 
In der frühen Kirche wurden meist Erwachsene getauft. Ihnen wurden zwei erfahrene Gemeindemitglieder an die Seite gestellt. Ihre Aufgabe war es, in das Leben als Christ einzuführen.
 
Wenn Kinder getauft werden, übernehmen die Eltern gemeinsam mit den Paten die Aufgabe, das Kind auf seinem Lebensweg im christlichen Glauben zu begleiten. Die Paten stehen auch als Vertreter für die Gemeinschaft der Kirche, in die das Kind mit der Taufe aufgenommen wird.
 

Wer kann Pate oder Patin werden?

 
Die Paten unterstützen das Kind auf seinem Weg im Glauben und sind Bezugsperson und Vorbild. Von der Taufe über die Erstkommunion bis zur Firmung (und darüber hinaus) dürfen sie das Patenkind begleiten und dabei auch die eigenen Erfahrungen mit dem Glauben und den Sakramenten einbringen.
 
Deshalb sieht das Kirchenrecht vor, dass Taufpaten selbst katholisch getauft und gefirmt sind. Sie dürfen nicht aus der Kirche ausgetreten sein. Die Eltern können das Patenamt nicht selbst übernehmen.
 

Was ist, wenn wir niemanden finden?

 
Die kirchenrechtlichen Bedingungen für das Patenamt spiegeln die besondere Verantwortung und Wichtigkeit dieser Aufgabe wider. Wenn sich aus Ihrem Verwandten- oder Bekanntenkreis niemand findet oder bereit erklärt, den Dienst zu übernehmen, kann eine Taufe alternativ auch ohne Paten stattfinden. Sprechen Sie gerne mit den Verantwortlichen.
 

Welche Aufgaben haben die Paten?

 
Die besondere Aufgabe der Paten ist es, die Eltern bei der religiösen Erziehung des Kindes zu unterstützen. Dabei geht es besonders um eine vertrauensvolle Beziehung. Für das Kind bzw. den Jugendlichen sind sie Ansprechpersonen in Glaubens- und Lebensfragen. Dabei bieten sie oft noch einmal eine andere Perspektive als die Eltern an.
 

Können evangelische Christen Taufpaten werden?

 
Nein, aber sie können Taufzeugen sein. Fragen dazu klärt man am einfachsten im Taufgespräch vor Ort.