Firmung: Mit der Firmgruppe nach Taizé

Eine Woche Taizé, das hört sich lang an! Wir, zwölf Firmanden aus St. Aegidius St. Ilgen, durften dank unserer Betreuer Valeria Linder und Armin Stelzer diese tolle Erfahrung machen und können sagen, dass die Woche vom 6.4.2026 bis zum 11.4.2026 viel zu kurz war. Wir hatten gerade erst das Gefühl, angekommen zu sein, da war es auch schon wieder Freitagabend (unser letzter Abend).

Taizé, was ist das eigentlich? Und was macht es so besonders? Dieser kleine Ort in Frankreich hat nicht mehr als 100 Einwohner. Das ganze Jahr über kommen aber sehr viele Menschen unterschiedlicher Altersgruppen aus der ganzen Welt dort zusammen, um gemeinsam zu beten, zu singen, zu essen und sich über den Glauben auszutauschen. Taizé ist geprägt von den Gebeten, in denen viel gesungen wird. Es gibt in jedem Gebet eine Ruhephase, in der alle schweigen und man für sich beten kann. Die Gebete finden immer in unterschiedlichen Sprachen statt.
 
Wir sind am Ostermontag morgens kurz nach 8:00 Uhr losgefahren und waren um 14:30 Uhr endlich da, um dann festzustellen, dass es sehr heiß hier ist und wir alle zu wenig kurze Sachen eingepackt haben. Nach einer kurzen Einführung haben wir auch schon unsere Baracken bezogen, bevor wir dann unsere erste Mahlzeit in Taizé einnehmen durften. Im Anschluss daran ging es für uns das erste Mal in die Kirche zum Abendgebet. Danach ist es üblich, in das Oyak zu gehen, das ist ein kleiner Kiosk, in dem alles zum Selbstkostenpreis erhältlich ist.
 
Der Tagesablauf in Taizé ist sehr getaktet. Um 8:00 Uhr morgens war das erste Gebet, um 9:00 Uhr dann Frühstück und um 10:00 Uhr fand die Bibeleinführung statt, die wir bei Schwester Jessica hatten. Die aktuelle Bibelstelle wurde dort gelesen und in den Bibelgruppen wurde mit Fragen genauer auf das Thema der Bibelstelle eingegangen. Außerdem hat man dort sehr viel gespielt, wobei man die anderen Jugendlichen gut kennen lernen konnte und neue Freundschaften entstanden. Meistens hatte man dann ein paar Minuten Zeit bis zum Mittagsgebet, die man dafür nutzen konnte, um in die Exposition zu gehen, das ist ein kleiner Laden neben der Kirche, in dem die Brüder von Taizé ihre selbst gemachten Sachen verkaufen, zum Beispiel die Taizé-Kreuz-Ketten. Nach dem Mittagsgebet ging es auf dem schnellsten Weg zum Mittagessen. Weiter ging es erst wieder um 15:00 Uhr in den Bibelgruppen. Bis zum Abendessen um 19:00 Uhr hatten wir Freizeit, in der oft Volleyball gespielt wurde. Der letzte offizielle Programmpunkt war das Abendgebet um 20:20 Uhr. Im Oyak konnte man danach gemeinsam Crêpes, Pizza und eine Orangina beziehungsweise eine Oasis-Limonade genießen, bis nach einem langen Tag alle ins Bett mussten.
 
Ich habe die Firmgruppe gefragt, was ihnen an Taizé am besten gefallen hat, und die Antworten waren alle sehr ähnlich. Laut den Teilnehmenden sind die Stille und das Singen, was man beides im Gebet erlebt, und die neuen Bekanntschaften mit anderen Jugendlichen aus der ganzen Welt das Beste an Taizé.
Paula Linder